Seelsorge im St . Joseph Krankenhaus

Das Krankenhaus ist ein Ort des Lebens und auch des Sterbens.
Es hat als oberstes Ziel die Heilung oder wenigstens Linderung von Krankheit, die Wiederherstellung der Gesundheit und die Begleitung Sterbender.
Im Krankenhaus werden Patientinnen und Patienten behandelt, deren religiöse Bedürfnisse so plural sind wie die Gesellschaft, in der wir leben. Darum stellt sich das christliche Krankenhaus in der Realität als multikulturell und multikonfessionell dar.
Krankenhausseelsorge ist ein Teil des gesamten seelsorgerlichen Auftrags der Kirchen, denn aus dem Evangelium Jesu Christi ergibt sich die Weisung, sich auch den kranken Menschen zuzuwenden als eine Form christlicher Nächstenliebe (Diakonie/Caritas).
Die Seelsorge muß sich täglich mit der Wirklichkeit des Krankenhauses auseinandersetzen und sich ein Stück weit an den Betriebsablauf anpassen. Seelsorge darf ihren eigenen Bereich dabei weder idealisieren (sie kann nur wenig Einfluß nehmen auf Struktur und Abläufe der Institution) noch marginalisieren: Seelsorge ist wichtig!
Die Seelsorge im Krankenhaus hat einen umfassenden und vielfältigen Auftrag. In Absprache und Kooperation mit möglichst vielen im Krankenhaus tätigen Personengruppen, vor allem den Pflegenden, der Ärzteschaft und dem Träger des Hauses, gilt es, immer wieder Standortbestimmungen vorzunehmen.
Die Seelsorge hat den Auftrag, den in der Institution des Krankenhauses sich ohnmächtig und ängstlich erlebenden Menschen durch die symbolische Repräsentanz der tröstenden, liebenden und bergenden Nähe Gottes zu begleiten. Sie versucht so, das menschliche Krankenhaus mitzurepräsentieren.
Wir Seelsorgerinnen und Seelsorger versuchen, den ganzen Menschen in der Krisensituation seiner Krankheit mit seiner Krankheitsgeschichte im Blick zu haben, ihn zu begleiten und ihm individuell und konkret zu begegnen.
Wir Seelsorgerinnen und Seelsorger versuchen, den Menschen, der primär als ein physiologisch und pharmakologisch beherrschbares Wesen verstanden wird, auf seine religiöse Dimension hin anzusprechen, ihn auf Gott hin und von Gott her zu verstehen.
Wir Seelsorgerinnen und Seelsorger versuchen, den sterbenden Menschen am Ende seines Lebens zu begleiten, ihm nahe zu sein, die Ohnmacht mit auszuhalten und die Endlichkeit des menschlichen Lebens zu akzeptieren.
Angebote der Seelsorgerinnen und Seelsorger:
1. für Patientinnen und Patienten:
- liturgische Feiern: Abendmahl oder Eucharistie
- Wortgottesdienste
- Krankensalbung
- Beichte/Versöhnung
- Andacht oder Meditation
- Gebet und Segen
Besuche in den Patientenzimmern:
- Kontaktbesuche ("Einmalbegegnungen")
- Begleitung von Langzeitpatienten, wie ältere oder sterbende Menschen
Das bedeutet die Aufteilung der Stationen, die regelmäßige Präsenz auf den Stationen, Erreichbarkeit, Rufbereitschaft.
2. für Angehörige:
Begleitung der Angehörigen während des Krankenhausaufenthaltes, während des Sterbens und ggbf. auch nach dem Tod des Patienten.
3. für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter:
oft spontane, ungeplante Begegnungen,
Entlastung und Ermutigung der Pflegenden auf den Stationen anbieten und ermöglichen, um so das Arbeitsklima mitzuprägen;
Krankenpflegeschule (Unterricht, Seminare).
Bei all diesen Arbeiten unterstützen uns Schwestern des Ordens, die dem Träger des Hauses angehören.
Berlin, den 07.09.1998
Die Seelsorgerinnen und Seelsorger im St. Joseph - Krankenhaus
4. Für alle
Katholische Gottesdienste in der Krankenhauskapelle
- werktags 6:30 Uhr
- donnerstags 17:30Uhr
- sonn- und feiertags 8Uhr
Evangelische Gottesdienste in der Krankenhauskapelle
sonn- und feiertags 9:30 Uhr
Akademisches Lehrkrankenhaus